Der durchschnittliche Industriestrompreis 2025 lag bei ~17,84 Cent/kWh.
Davon sind rund 15,66 Cent Beschaffung, Netzentgelt und Vertrieb. Der Rest: Umlagen und Steuern – festgelegt durch Gesetzgeber und Netzbetreiber.
Fast alles auf dieser Rechnung ist für einen Betrieb nicht verhandelbar.
Fast.
Das Netzentgelt hängt direkt davon ab, wann und wie ein Betrieb Strom bezieht – ob die Grundlast zu hoch ist, ob Spitzen vermeidbar wären, ob Benutzungsstunden und Tarif überhaupt zusammenpassen. Das ist der einzige Kostenblock, der vom eigenen Lastverhalten abhängt. Und damit der einzige, bei dem Analyse tatsächlich etwas verändert.
Dabei gilt: Die Versorgung folgt den betrieblichen Anforderungen – Produktion hat Vorrang.
Es geht nicht darum, den Betrieb dem Strompreis anzupassen, sondern darum, innerhalb der bestehenden Abläufe zu prüfen, wo echte Spielräume liegen. Der erste Schritt ist immer derselbe: Lastgangdaten anschauen und Abläuge verstehen. Was danach zu tun ist, hängt vom Betrieb ab.
Quelle: BDEW; Bundesverband der Energie-Abnehmer, Stand Oktober 2025